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Wie viel Werbung pro Bestellung kannst du dir leisten?

Du kannst höchstens ausgeben, was eine Bestellung vor Werbung übrig lässt – bei einem Produkt für 49,90 € mit üblichen Kosten sind das 17,68 € pro Bestellung. Willst du außerdem 15 % Marge behalten, sinkt die Grenze auf 11,89 €. Alles darüber zahlst du aus eigener Tasche.

Gib Preis, Kosten und Kampagnenzahlen ein – der ROAS-Rechner zeigt deine Grenze pro Bestellung und deine echten Werbekosten.

Zum ROAS-Rechner

Die Idee in einem Satz

Jede Bestellung lässt nach Einkauf, Versand, Gebühren und Retouren etwas Geld übrig. Dieser Betrag ist dein Werbebudget pro Bestellung: Gibst du alles aus, bist du bei null, gibst du weniger aus, bleibt der Rest als Gewinn. Werbeplattformen nennen die Werbekosten pro Bestellung CPA (Kosten pro Kauf).

Max. Werbekosten pro Bestellung (Break-even)Deckungsbeitrag pro Bestellung vor Werbung
Werbekosten pro Bestellung für Zielmarge mDeckungsbeitrag vor Werbung − m × Nettoumsatz
Deine echten Werbekosten pro BestellungWerbeausgaben ÷ Bestellungen aus Werbung (= Umsatz pro Bestellung ÷ ROAS)

Wie viel für Werbung bleibt – je nach Zielmarge

Dasselbe Produkt für 49,90 €. Je mehr Marge du behalten willst, desto weniger darfst du pro Bestellung zahlen – und desto höher muss der ROAS deiner Kampagnen sein:

Marge, die du behältstMax. Werbekosten pro BestellungNötiger ROAS
0 %17,68 €2,82
5 %15,75 €3,17
10 %13,82 €3,61
15 %11,89 €4,20
20 %9,96 €5,01

Was tun, wenn Werbung den Gewinn frisst – Schritt für Schritt

Liegen deine echten Werbekosten pro Bestellung nahe an der Grenze oder darüber, geh diese Schritte der Reihe nach durch:

  • Rechne die Grenze pro Produkt aus, nicht für den ganzen Shop. Günstige Produkte mit kleiner Marge können Werbung oft gar nicht bezahlen.
  • Vergleiche die Grenze mit deinen echten Werbekosten pro Bestellung der letzten 30 Tage: Werbeausgaben geteilt durch die Bestellungen aus der Werbung.
  • Pausiere Produkte und Kampagnen über der Grenze oder senke dort die Gebote. Behalte die, die klar darunter liegen.
  • Stell den Ziel-ROAS in deinem Werbekonto auf den Wert für deine Zielmarge, nicht auf den Break-even-Wert.
  • Brauchst du Werbung, ist sie aber zu teuer, arbeite an der Bestellung: Ein etwas höherer Preis oder geringere Versandkosten heben die Grenze.

Vor der Black Week: erst die Grenze prüfen, dann das Werbebudget erhöhen

Im November erhöhen viele Shops ihr Werbebudget und geben gleichzeitig Rabatt. Beides arbeitet gegen dich: Der Rabatt senkt, was eine Bestellung übrig lässt. Damit sinkt die Grenze für Werbung – und der ROAS, den deine Kampagnen brauchen, steigt. Anbieterstudien melden außerdem für 2026 höhere Klickpreise und einen niedrigeren ROAS bei Google Shopping in Europa als ein Jahr zuvor (Anbieterdaten, Methode nicht geprüft – siehe Quellen).

Dasselbe Produkt für 49,90 € mit Black-Week-Rabatt (ohne Zielmarge, Break-even-Werte):

RabattPreisMax. Werbekosten pro BestellungNötiger ROAS für Break-even
0 %49,90 €17,68 €2,82
10 %44,91 €13,92 €3,23
20 %39,92 €10,16 €3,93

Drei Prüfungen, bevor du das Budget erhöhst

Mach diese Prüfungen pro Produkt und Kampagne, bevor die Black Week beginnt:

  • Rechne die Grenze mit dem rabattierten Preis, nicht mit dem normalen.
  • Vergleiche sie mit deinem echten ROAS der letzten Wochen. Erhöhe das Budget nur für Kampagnen, die klar über dem neuen Break-even-ROAS liegen.
  • Senk den Ziel-ROAS im Werbekonto nur, wenn deine Zahlen das hergeben – mehr Budget bei einem ROAS unter Break-even macht den Verlust nur größer.

Rechenbeispiele: Produkt für 49,90 €, Kampagne mit ROAS 4,0

Beispielwerte aus dem ROAS-Rechner: Preis 49,90 € inkl. 19 % USt., Einkaufspreis 15,00 €, Versand 4,90 €, Zahlungsgebühr 2 % + 0,30 €, 8 % Retouren. Die Kampagne hat 1.000,00 € ausgegeben und 4.000,00 € Umsatz gemeldet.

Max. Werbekosten pro Bestellung (Break-even)
17,68 €
Max. Werbekosten pro Bestellung für 15 % Marge
11,89 €
Echte Werbekosten pro Bestellung der Kampagne
12,48 €
Gewinn pro Bestellung nach Werbung
5,21 €
Marge nach Werbung
13,5 %

Ein ROAS von 4,0 klingt gut, und die Kampagne verdient auch Geld. Mit 12,48 € pro Bestellung kostet sie aber mehr als die 11,89 €, die 15 % Marge halten würden – die Marge sinkt deshalb auf 13,5 %.

Häufige Fehler und wie du sie behebst

Den Preis als Grenze nehmen

Warum das wichtig ist: Im Preis stecken Umsatzsteuer, Einkauf, Versand und Gebühren. Nur was danach übrig bleibt, kann Werbung bezahlen.

Lösung: Nimm den Deckungsbeitrag vor Werbung als Grenze – der ROAS-Rechner zeigt ihn dir.

Die ganze Grenze ausgeben

Warum das wichtig ist: An der Grenze arbeitest du umsonst: Für Miete, Software oder deine eigene Zeit bleibt nichts.

Lösung: Plane mit den Werbekosten pro Bestellung für deine Zielmarge und sieh den Break-even-Wert als absolute Obergrenze.

Bestellungen zählen, Retouren vergessen

Warum das wichtig ist: Das Werbekonto zählt eine Bestellung, sobald sie aufgegeben wird. Kommt sie zurück, ist das Werbegeld trotzdem weg.

Lösung: Trag deine Retourenquote ein – der Rechner zieht die erwarteten Retourenkosten von der Grenze ab.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen CPA und ROAS?

CPA sind die Werbekosten pro Bestellung in Euro. ROAS ist Umsatz geteilt durch Werbeausgaben. Beide beschreiben dasselbe von zwei Seiten: Umsatz pro Bestellung ÷ ROAS = Werbekosten pro Bestellung.

Darf ich für die erste Bestellung mehr zahlen, wenn Kundschaft wiederkommt?

Ja, wenn du aus deinen eigenen Zahlen weißt, dass Kundschaft nachbestellt. Dann rechne die Grenze mit dem erwarteten Gewinn aller Bestellungen. Ohne echte Daten zu Wiederkäufen bleib bei der Grenze für eine Bestellung.

Warum ist meine Grenze niedriger als Marge mal Preis?

Weil die Grenze auf dem Nettopreis ohne Umsatzsteuer und nach Retouren berechnet wird. Der Rechner macht das für dich, sodass du das Ergebnis direkt mit den Kosten pro Bestellung in deinem Werbekonto vergleichen kannst.

Funktioniert das auch für Amazon-Werbung?

Ja. Amazon zeigt ACoS statt ROAS: Werbeausgaben ÷ Werbeumsatz. Dein Break-even-ACoS ist 1 ÷ Break-even-ROAS.

Soll ich in der Black Week mehr für Werbung ausgeben?

Nur dort, wo die Kampagne beim rabattierten Preis über dem Break-even-ROAS bleibt. Im Beispiel senken 20 % Rabatt die Grenze von 17,68 € auf 10,16 € pro Bestellung. Trag den rabattierten Preis in den ROAS-Rechner ein, bevor du das Budget erhöhst.

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Quellen

Gebühren, Sätze und Regeln ändern sich. Wir prüfen die hier genannten offiziellen Quellen regelmäßig – das Datum zeigt die letzte Prüfung.