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Black Friday 2026: Welchen Rabatt kannst du dir leisten?

Black Friday 2026 ist am 27. November 2026, Cyber Monday am 30. November 2026. Ob sich ein Rabatt lohnt, hängt vor allem von deiner Marge ab: Bei 30 % Marge brauchst du mit 20 % Rabatt × 2,9 so viele Bestellungen, bei 50 % Marge nur × 1,6. Über dem maximalen Rabatt verliert jede Bestellung Geld – egal, wie viele du verkaufst.

Gib dein Produkt und deinen Rabatt ein – der Rabattrechner zeigt, wie viele Bestellungen du mehr brauchst und wo dein maximaler Rabatt liegt.

Zum Rabattrechner

Tabelle: wie viele Bestellungen du brauchst

Dasselbe Produkt für 49,90 € (inkl. 19 % USt., Versand 4,90 €, 5,00 € Werbung, 8 % Retouren), nur der Einkaufspreis ist so gewählt, dass die Marge vor dem Rabatt 20–50 % beträgt. Jede Zelle: wie viele Bestellungen du mit Rabatt brauchst, um denselben Deckungsbeitrag wie ohne zu erzielen.

Marge vorher10 % Rabatt20 % Rabatt30 % Rabatt40 % Rabatt50 % RabattMax. Rabatt
20 %× 1,9× 38,7VerlustVerlustVerlust21 %
30 %× 1,5× 2,9× 38,7VerlustVerlust31 %
40 %× 1,3× 1,9× 3,7× 38,7Verlust41 %
50 %× 1,2× 1,6× 2,4× 4,5× 38,751 %

So liest du die Tabelle

„× 2,0“ heißt: doppelt so viele Bestellungen wie sonst, nur um gleich viel zu verdienen – lohnend wird der Rabatt erst darüber. „Verlust“ heißt: Der reduzierte Preis deckt die Kosten einer Bestellung nicht mehr, mehr Verkäufe vergrößern nur den Verlust.

Je niedriger deine Marge, desto schneller frisst ein Rabatt sie auf: Bei 20 % Marge braucht 20 % Rabatt schon × 38,7 so viele Bestellungen. Bei 50 % Marge ist Spielraum da, aber 30 % Rabatt braucht immer noch × 2,4 so viele – vergleiche das damit, wie stark deine Verkäufe in der Aktionswoche des Vorjahres wirklich gestiegen sind.

Werbung in der Aktionswoche ändert die Rechnung

In der Black-Friday-Woche ist der Wettbewerb um Anzeigen hoch, die Werbekosten pro Bestellung steigen oft. Mit 30 % Rabatt braucht dasselbe Produkt bei 5,00 € Werbung pro Bestellung × 9,0 so viele Bestellungen – bei 10,00 € verliert jede Bestellung Geld. Rechne mit den Werbekosten, die du in dieser Woche erwartest, nicht mit dem Durchschnitt.

Alternativen zum Rabatt auf alles

  • Nur Produkte mit hoher Marge reduzieren – die Spalte „Max. Rabatt“ zeigt die Grenze.
  • Bundles: Ein Rabatt auf den zweiten Artikel lässt Versand- und Werbekosten pro Bestellung gleich, während der Bestellwert steigt.
  • Ein Geschenk mit niedrigem Einkaufspreis statt eines Prozent-Rabatts.
  • Kürzere Aktionen (Black Friday bis Cyber Monday) statt einer ganzen „Black Week“ mit dem höchsten Rabatt.

Rechenbeispiele: 30 % Rabatt auf ein Produkt für 49,90 € in der Aktionswoche

Das Beispielprodukt des Rabattrechners (33 % Marge vor dem Rabatt), 100 Bestellungen in einem normalen Monat, Werbekosten in der Aktionswoche verdoppelt.

Deckungsbeitrag pro Bestellung ohne Rabatt
12,68 €
Mit 30 % Rabatt, normale Werbekosten
1,41 €
Nötige Bestellungen statt 100
902
Mit 30 % Rabatt und 10,00 € Werbung
-3,59 €
Nötige Bestellungen statt 100 (Aktionswoche)
jede Bestellung verliert Geld

Prüfe den Rabatt mit den Werbekosten der Aktionswoche, bevor du ihn ankündigst – und reduziere nur Produkte, deren Marge ihn tragen kann.

Häufige Fehler und wie du sie behebst

Ein Rabatt für den ganzen Shop

Warum das wichtig ist: Produkte mit niedriger Marge verlieren bei einem Rabatt Geld, der für Produkte mit hoher Marge harmlos ist.

Lösung: Prüfe den maximalen Rabatt pro Produkt und nimm die mit niedriger Marge aus der Aktion.

Black Friday am Umsatz messen

Warum das wichtig ist: Der Umsatz kann sich verdoppeln, während der Deckungsbeitrag sinkt – dann hat die Aktion nur Geld zu Werbung und Versand verschoben.

Lösung: Vergleiche den Deckungsbeitrag der Aktionswoche mit einer normalen Woche.

Mit normalen Werbekosten planen

Warum das wichtig ist: In der Aktionswoche steigen die Kosten pro Bestellung oft, und der Rabatt obendrauf kann jede Bestellung zum Verlust machen.

Lösung: Rechne mit den Werbekosten, die du für diese Woche erwartest.

Häufige Fragen

Wann ist Black Friday 2026?

Am 27. November 2026 – am Freitag nach dem US-Feiertag Thanksgiving. Cyber Monday folgt am 30. November 2026.

Welcher Rabatt ist am Black Friday üblich?

Viele Shops werben mit 20–30 %. Ob du dir das leisten kannst, hängt von deiner Marge ab – die Tabelle zeigt, wie viele Bestellungen du je Marge brauchst.

Ist ein fester Betrag besser als ein Prozentsatz?

Für die Rechnung ist es dasselbe: Ein Betrag ist ein Prozentsatz vom Preis. Ein fester Betrag ab einem Mindestbestellwert kann die Marge schützen, weil er den Bestellwert erhöht.

Was muss ich angeben, wenn ich einen Rabatt bewerbe?

In Deutschland verlangt § 11 der Preisangabenverordnung (PAngV), bei einer Preisermäßigung den niedrigsten Preis anzugeben, den du in den 30 Tagen davor von Verbrauchern verlangt hast. Seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (C-330/23, September 2024) muss auch der beworbene Rabatt von diesem Preis aus berechnet sein: „−30 %“ ist nur erlaubt, wenn der Preis 30 % unter dem niedrigsten Preis der letzten 30 Tage liegt. Einen höheren früheren Preis zu zeigen und den 30-Tage-Preis klein dazuzuschreiben, reicht nicht. In Österreich gilt dasselbe (§ 9a Preisauszeichnungsgesetz). Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung – prüfe die Regeln deines Landes, bevor du einen Rabatt bewirbst.

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Quellen

Gebühren, Sätze und Regeln ändern sich. Wir prüfen die hier genannten offiziellen Quellen regelmäßig – das Datum zeigt die letzte Prüfung.