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Zahlungsgebühren pro Bestellung: Prozent oder Fixbetrag – was ist günstiger?

Eine Zahlungsgebühr hat zwei Teile: einen Prozentsatz vom gezahlten Betrag und einen Fixbetrag je Zahlung. Welcher Anbieter günstiger ist, hängt vom Warenkorbwert ab: Unterhalb eines Break-even-Warenkorbs gewinnt der niedrigere Fixbetrag, darüber der niedrigere Prozentsatz. Mit den Beispielgebühren unten liegt dieser Punkt bei 40,00 €. Anbieter-Preise nennen wir hier nicht – nimm deine eigenen aus deinem Vertrag.

Gib deinen eigenen Prozentsatz und Fixbetrag ein – der Rechner zeigt den Deckungsbeitrag pro Bestellung für jeden Anbieter.

Zum Gewinnrechner

So setzt sich eine Zahlungsgebühr zusammen

Die meisten Zahlungsarten berechnen einen Prozentsatz des Betrags, den die Kundschaft zahlt, plus einen Fixbetrag je Zahlung. Der Prozentsatz bezieht sich auf den Preis inklusive USt., denn das ist der gezahlte Betrag. Der Gewinnrechner macht es genauso und rechnet die Gebühr voll mit, auch bei Bestellungen, die später retourniert werden.

Gebühr je ZahlungProzentsatz × gezahlter Preis (inkl. USt.) + Fixbetrag
Break-even-Warenkorb zweier Optionen(Fixbetrag A − Fixbetrag B) ÷ (Prozentsatz B − Prozentsatz A)
Effektiver Satzalle Zahlungsgebühren eines Monats ÷ in dem Monat gezahlter Umsatz

Warum der Warenkorbwert entscheidet

Nimm zwei Beispieloptionen: A berechnet 2,0 % plus 0,40 €, B berechnet 3,0 % ohne Fixbetrag. Das sind erfundene Sätze für die Rechnung, keine Preise eines Anbieters. Bei einem kleinen Warenkorb wiegen die 0,40 € von A schwer, bei einem großen der eine Prozentpunkt mehr von B. Bei 40,00 € kosten beide gleich viel.

Die Frage lautet also nie nur „Welcher Prozentsatz ist niedriger?“, sondern „Wie hoch ist mein typischer Warenkorb?“. Ein Shop mit vielen kleinen Bestellungen und ein Shop mit wenigen teuren können verschiedene Anbieter bevorzugen.

Tabelle: Gebühr nach Warenkorbwert (Beispielsätze)

Option A: 2,0 % + 0,40 €. Option B: 3,0 % + 0,00 €.

WarenkorbwertGebühr AGebühr BGünstiger
10,00 €0,60 €0,30 €Option B
25,00 €0,90 €0,75 €Option B
40,00 €1,20 €1,20 €gleich
60,00 €1,60 €1,80 €Option A
100,00 €2,40 €3,00 €Option A
200,00 €4,40 €6,00 €Option A

Deinen echten Satz finden

Anbieter-Sätze ändern sich, unterscheiden sich nach Land und Kartenart, und manche werden individuell vereinbart. Deshalb listet dieser Ratgeber sie nicht auf. So kommst du an deine eigenen Zahlen:

  • Öffne den Vertrag oder die Gebührenseite deines Anbieters und notiere Prozentsatz und Fixbetrag je Zahlung.
  • Prüfe, ob für Karten aus dem Ausland oder andere Währungen andere Gebühren gelten und ob bei Erstattungen zusätzliche Gebühren anfallen.
  • Berechne den effektiven Satz aus dem letzten Monat: alle Zahlungsgebühren geteilt durch den gezahlten Umsatz.
  • Trage Prozentsatz und Fixbetrag in den Gewinnrechner ein und vergleiche den Deckungsbeitrag pro Bestellung, nicht nur den Satz.

Rechenbeispiele: Produkt für 59,90 € mit zwei Beispiel-Gebührenmodellen

Eigener Shop (keine Marktplatzgebühr), Einkaufspreis 20,00 €, Versand 4,50 €, 3,00 € Werbung, 10 % Retouren, 19 % USt. Option A 2,0 % + 0,40 €, Option B 3,0 % + 0,00 € – Beispielsätze, keine Anbieterpreise.

Gebühr je Zahlung, Option A
1,60 €
Gebühr je Zahlung, Option B
1,80 €
Deckungsbeitrag pro Bestellung mit A
17,20 €
Deckungsbeitrag pro Bestellung mit B
17,01 €
Unterschied pro Bestellung (A − B)
0,20 €
Break-even-Warenkorb von A und B
40,00 €

Bei 59,90 € ist die Option mit dem niedrigeren Prozentsatz günstiger; unter 40,00 € entscheidet der Fixbetrag. Vergleiche mit deinen eigenen Warenkorbwerten.

Häufige Fehler und wie du sie behebst

Nur den Prozentsatz vergleichen

Warum das wichtig ist: Ein niedriger Prozentsatz mit hohem Fixbetrag kann bei kleinen Warenkörben mehr kosten.

Lösung: Vergleiche die Gebühr in Euro bei deinem typischen Warenkorb oder den effektiven Satz eines ganzen Monats.

Den beworbenen statt deinen eigenen Satz nutzen

Warum das wichtig ist: Sätze können von Land, Kartenart, Volumen oder einer individuellen Vereinbarung abhängen.

Lösung: Nimm den Satz aus deinem Vertrag oder deiner Zahlungsabrechnung.

Die Gebühr bei retournierten Bestellungen vergessen

Warum das wichtig ist: Der Gewinnrechner rechnet die Gebühr voll mit; wenn dein Anbieter sie bei Erstattungen nicht zurückgibt, sind die echten Kosten höher, als ein einfacher Satz vermuten lässt.

Lösung: Prüfe im Vertrag, was bei einer Erstattung mit der Gebühr passiert, und trage deine Retourenquote im Rechner ein.

Häufige Fragen

Welcher Zahlungsanbieter ist am günstigsten?

Das hängt von deinen Warenkorbwerten, Ländern und deinem Vertrag ab. Dieser Ratgeber zeigt, wie du vergleichst, und keine Rangliste, weil sich Sätze ändern und manche individuell vereinbart werden.

Wird die Gebühr vom Preis mit oder ohne USt. berechnet?

Zahlungsanbieter berechnen sie auf den Betrag, den die Kundschaft zahlt, also auf den Preis inklusive USt. Der Gewinnrechner macht es genauso.

Warum zählt ein Fixbetrag bei kleinen Bestellungen mehr?

Ein Fixbetrag ist bei einem kleinen Warenkorb ein größerer Anteil. Bei 10 € sind 0,40 € Fixbetrag 4 % zusätzlich zum Prozentsatz, bei 200 € nur 0,2 %.

Wo trage ich Zahlungsgebühren im Rechner ein?

In den Kostenfeldern für Zahlungsgebühren: Prozentsatz und Fixbetrag je Zahlung. Das Ergebnis zeigt den Deckungsbeitrag pro Bestellung.

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