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Marge oder Aufschlag: der Unterschied und die Umrechnung

Der Aufschlag ist der Gewinn im Verhältnis zu den Kosten, die Marge derselbe Gewinn im Verhältnis zum (Netto-)Verkaufspreis. 50 % Aufschlag sind nur 33,3 % Marge – die Marge ist immer die kleinere Zahl.

Gib Preis und Kosten ein und sieh Deckungsbeitrag, Marge und den Preis für deine Zielmarge – inklusive USt., Gebühren und Retouren.

Zum Gewinnrechner

Formeln

Beide beschreiben denselben Gewinn in Euro – nur mit einer anderen Bezugsgröße. Preise hier netto (ohne USt.).

Aufschlag(Nettopreis − Kosten) ÷ Kosten
Marge(Nettopreis − Kosten) ÷ Nettopreis
Aufschlag → MargeAufschlag ÷ (1 + Aufschlag)
Marge → AufschlagMarge ÷ (1 − Marge)
Preis für eine ZielmargeKosten ÷ (1 − Marge)

Umrechnungstabelle

Je höher der Aufschlag, desto weiter liegen beide Werte auseinander. Eine Marge kann nie 100 % erreichen, ein Aufschlag beliebig groß sein.

AufschlagMarge
20 %16,7 %
25 %20,0 %
50 %33,3 %
100 %50,0 %
150 %60,0 %
200 %66,7 %

Vom Einkaufspreis zum Verkaufspreis

Marge und Aufschlag rechnet man mit Nettopreisen; die Kundschaft sieht Bruttopreise. Für den Verkaufspreis zu einer Zielmarge berechnest du zuerst den Nettopreis und schlägst dann die USt. auf: Kosten ÷ (1 − Marge) × (1 + USt.-Satz). Bei 10,00 € Einkaufspreis, 40 % Zielmarge und 19 % USt. liegt der Verkaufspreis bei 19,83 €.

Damit ist nur das Produkt abgedeckt. Marktplatz- und Zahlungsgebühren werden meist auf den Bruttopreis berechnet, und Versand, Werbung und Retouren kommen dazu – deshalb ist eine Marge auf den Wareneinsatz eine Obergrenze, nicht das, was du verdienst.

  • Zielmarge auf den Nettopreis festlegen (z. B. 40 %).
  • Nettopreis = Kosten ÷ (1 − Zielmarge).
  • Verkaufspreis = Nettopreis × (1 + USt.-Satz); auf deine Preispunkte runden.
  • Vor dem Veröffentlichen den Deckungsbeitrag pro Bestellung mit Gebühren, Versand, Werbung und Retouren prüfen.

Womit solltest du planen?

Lieferanten und Großhandelslisten sprechen oft vom Aufschlag; Buchhaltung, Marktplätze und die meisten Vergleichswerte von der Marge. Für Preisentscheidungen ist die Marge die bessere Zahl: Sie zeigt, welcher Anteil jedes Umsatz-Euros übrig bleibt.

Beide ignorieren USt., Gebühren, Versand, Werbung und Retouren, wenn du nur den Wareneinsatz betrachtest. Ein realistisches Bild gibt der Deckungsbeitrag pro Bestellung – den zeigt der Gewinnrechner.

Rechenbeispiele: Produkt mit 10,00 € Einkaufspreis

Du rechnest 50 % Aufschlag und willst die Marge wissen – und welchen Preis du für 40 % Marge brauchst.

Einkaufspreis
10,00 €
Nettopreis mit 50 % Aufschlag
15,00 €
Gewinn pro Stück
5,00 €
Marge
33,3 %
Nettopreis für 40 % Marge
16,67 €
Nötiger Aufschlag für 40 % Marge
66,7 %

Für 40 % Marge brauchst du 66,7 % Aufschlag – vor USt., Gebühren und Werbung.

Häufige Fehler und wie du sie behebst

Aufschlag als Margenziel verwenden

Warum das wichtig ist: Wer 40 % Marge will, aber 40 % auf die Kosten aufschlägt, landet bei 28,6 % Marge.

Lösung: Umrechnen mit Marge ÷ (1 − Marge) oder den Preis direkt als Kosten ÷ (1 − Marge) berechnen.

Mit dem Bruttopreis rechnen

Warum das wichtig ist: Eine Marge auf den Preis inkl. USt. sieht höher aus, als sie ist – die USt. ist nicht dein Umsatz.

Lösung: Für Aufschlag und Marge immer Nettopreise verwenden.

Beim Wareneinsatz aufhören

Warum das wichtig ist: Versand, Gebühren, Werbung und Retouren kosten oft mehr als der Unterschied zwischen Aufschlag und Marge.

Lösung: Prüfe den Deckungsbeitrag pro Bestellung mit allen variablen Kosten, bevor du einen Preis festlegst.

Häufige Fragen

Sind 100 % Aufschlag 100 % Marge?

Nein. Verdoppelst du den Einkaufspreis (100 % Aufschlag), ergibt das 50 % Marge: Die Hälfte des Nettopreises ist Gewinn.

Wie komme ich von Einkaufspreis und Zielmarge zum Preis inkl. USt.?

Teile die Kosten durch (1 − Marge) für den Nettopreis und multipliziere mit (1 + USt.-Satz): 10,00 € ÷ 0,6 × 1,19 = 19,83 € für 40 % Marge bei 19 % USt. – vor Gebühren, Versand und Werbung.

Kann eine Marge über 100 % liegen?

Nein. Die Marge ist Gewinn geteilt durch Preis, und der Gewinn kann nie größer sein als der Preis. Nur Aufschläge können über 100 % liegen.

Was meinen Marktplätze mit „Marge“?

Meist die Marge auf den Verkaufspreis. Prüfe immer, ob Gebühren und USt. schon berücksichtigt sind – Berichte rechnen unterschiedlich.

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